Buchenhain.
Wo liegt das wohl?
Gefühlt sind wir durch unendliche Wälder gefahren. Durch unbeleuchtete Dörfer, auch Dörfer, die nur aus einem Haus bestanden. Wir haben mehrere Füchse, Hasen und sogar Dammwild am Straßenrand aufgescheucht. Und wäre nicht von Zeit zu Zeit ein Schild im Scheinwerferlicht aufgeblitzt, hätte ich doch sehr gezweifelt, ob wir überhaupt noch in Deutschland oder eher in einer parallelen Märchenwelt wären.
Aber wir kamen an!
Und da warteten auch schon die anderen bekannten Gesichter fröhlich mit einem Bierchen in der Hand rund um den Kamin gruppiert.
Draußen fielen dann auch dicken romantische Flöckchen vom Himmel und es wurde uns ein schmackhaftes Abendessen aufgetischt mit Fenchel in Orangensauce, Rote-Beete-Salat, Wild-Bratwurst, Kartöffelchen und und und.
Ja, das war der Beginn des Stammgästeritts über Sabines Geburtstag. Nach einem ersten Tagesritt rund um Buchenhain bis zum Boitzenburger Schloss, folgten noch zwei weitere Ritttage quer durch die Uckermark zurück gen Schönermark/ Gransee.
Was soll ich sagen?! Als Städter vergisst man leicht, dass es tatsächlich auch in Deutschland Landstriche gibt, in denen man stundenlang geradeaus reiten kann, ohne auch nur einmal eine richtige Straße zu kreuzen!
Durch Buchenhain, Eichenallee, Apfelallee, Kastanienallee, entlang des Krewitzsees bis hin nach Küstrinchen. Was ein Ortsname!
Dort gab es frisch gefangene, geräucherte Forellen und Flussaale als Stärkungsmahl und weiter ging es vorbei am malerischen Alt-Placht bis nach Annenwalde, wo wir unsere Nacht verbrachten.
Tag 3 ging durch endlose Wälder bis wir mitten im Herzen von Fürstenwalde unsere Ponys an Bäume banden und am Havelufer noch einmal auf den Geburtstag anstießen.
Alles in allem sind wir in diesen Tagen gute 100 km geritten.
…
in einer Gegend, wo „Dorfstraße“ und Hausnummer alleine noch lange nicht zum Ziel führen
wo „Heide“ noch „Wald“ bedeutet
wo Fuchs und Hase sich ‚Gute Nacht‘ sagen
wo die Kraniche noch in Schwärmen hausen und mit den Wildgänsen um die Wette krächzen
…
windgepeitschte Weiden
Eichen mit Stämmen mit mehr als 3 Meter Umfang*
Jahrhunderte alte Lärchen
sumpflandige Senken
endlose Weiten
…
ach ja: und wir!
*da gibt es einige „monumentale“ Baum-Überlebende:
http://www.monumentaltrees.com/de/deu/brandenburg/uckermark/













































